Offener Brief an Oberbürgermeister Uwe Richrath zum Thema „Parkaumbewirtschaftung in Schlebusch“

Offener Brief / Parkraumbewirtschaftung Schlebusch

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Schlebuscher sind bekanntermaßen mit relativ viel Langmut ausgestattet. Allgemein jammern wir wenig, nehmen viele Dinge zur Kenntnis, haben Verständnis für politische Entscheidungen und Vorgehen der Verwaltungsmitarbeiter. Wenn uns als Werbe- und Fördergemeinschaft etwas stört, suchen wir oft das direkte Gespräch und bewusst nicht den Weg in die Öffentlichkeit. Meist ist dies auch zielführend und es ergibt sich im direkten Austausch eine Kompromisslösung.

Die aktuelle Situation unter dem Oberbegriff „Parkraumbewirtschaftung“ ist dazu jedoch leider zu komplex und polarisierend. Deshalb wählen wir als Vorstand der Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch im Namen unserer Mitglieder und andere Betroffener diesen Weg des offenen Briefs.

Dass das Thema „Parkraumbewirtschaftung“ – in erster Linie des Marktplatzes – in den vergangenen Jahren immer wieder auf der Tagesordnung der verantwortlichen Gremien stand, ist, unter Berücksichtigung der finanziellen Lage der Stadt Leverkusen, nachvollziehbar. Dass die Vorschläge im Bezirk III jahrelang verhindert oder zumindest hinausgezögert werden konnten, war für die Schlebuscher Händler, Dienstleister und auch Bürger ein Glück. Nun ist die von Verwaltungsseite lang herbeigeplante Bewirtschaftung eingeführt worden – wenn auch nur durch eine Neiddebatte, geführt aus den anderen beiden Bezirken. Da war von „Gleichbehandlung der Stadtteile“ und „Keine Übervorteilung der Schlebuscher“ zu hören.  Ich erinnere an dieser Stelle an das „Versprechen“, das den Schlebuschern beim Bau des ECE-Centers gegeben wurde: „Ihr habt ja den Vorteil des kostenfreien Parkens“ …

Aus anderen Gremien hörte man: „Wie will man denn die Verkehrswende schaffen, wenn wir das Parken in den Innenstädten nicht überall teurer machen?“ – ob Schlebusch eine klassische Innenstadtlage ist, sei jetzt mal dahingestellt.

Um es kurz zu machen: Die jetzt eingeführte Reglung in Schlebusch – und hier insbesondere im Bereich der östlichen Gezelinallee – ist ein Fiasko. Ein Fiasko vor allem für die dort ansässigen Firmen. Diese Firmen, die neben der Zahlung einer Gewerbesteuer vor allem Menschen in Lohn und Brot bringen, sind am Rand der Verzweiflung.  Die Gezelinallee war immer ein klassisches Mischgebiet – hier haben Wohnbebauung neben Handel, Gewerbe, Handwerk und Dienstleistern Bestand.

Jetzt jedoch werden eben diese Firmen bestraft. Sie bekommen nämlich weder für ihre eigenen Firmenfahrzeuge noch für die Fahrzeuge ihrer Mitarbeiter einen Anwohnerparkausweis.  Dies führt konkret dazu, dass sich Arbeitnehmer überlegen, ihren Arbeitgeber zu wechseln.  Vor allem für die vom Fachkräftemangel gebeutelten Handwerksbetriebe ist das eine Katastrophe!

Auch das Einkaufsverhalten hat sich bereits verändert.  Sie werden die Artikel und Leserbriefe von Logopäden und Ärzten sicherlich genauso aufmerksam verfolgen wie ich. Das ist kein „Jammern auf hohem Niveau“ – das ist für Schlebusch existenziell!

Wir als WFG werden in absehbarer Zeit eine Mitgliederveranstaltung zu dem Thema durchführen. Dazu geht ihnen eine gesonderte Einladung zu.  Ich hoffe sehr, dass Sie und Mitarbeiter der entsprechenden Fachverwaltung daran werden teilnehmen können.

Bitte, setzen Sie sich für Schlebusch ein und ändern Sie die aktuelle Situation schnellstmöglich – bevor ein unwiderruflicher Schaden entsteht.

Wir hoffen sehr auf Ihr Engagement in dieser Angelegenheit und verbleiben mit freundlichen Grüßen

 

Ulrich Kämmerling, 1. Vorsitzender der

Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch e.V.

im Namen des Vorstandes

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